44 Tonnen Hoffnung

Angesichts der schrecklichen Lage in der Ukraine war es uns ein großes Anliegen zu helfen. Viele Menschen wie auch Tiere mussten flüchten und alles zurücklassen. Für diejenigen, die im Krisengebiet geblieben sind, wird die Lebensmittelversorgung knapp. Ganze Siedlungen wurden von Bomben zerstört. Deshalb haben wir am ersten Märzwochenende eine große Sammelaktion für humanitäre Güter und Tiernahrung gestartet.

Die Solidarität und Spendenbereitschaft waren unglaublich, sodass wir den Ansturm zwischenzeitlich kaum bewältigen konnten. Innerhalb von 24 Stunden waren genug Artikel gesammelt, um mindestens einen kleinen LKW zu befüllen. Aber es sollte noch viel mehr gespendet werden: Am Sonntagabend war unsere Lagerkapazität völlig ausgeschöpft und ein kompletter Veranstaltungssaal im Katzendorf voll mit Kisten!

Am Dienstag, den 9.3., war es dann so weit: 44 Tonnen Hilfsgüter verließen unser Tierheim und machten sich in einem großen LKW auf den Weg in die Ukraine. Wir sind überwältigt von so viel Solidarität und bedanken uns ganz herzlich bei den fleißigen Helferinnen und Helfern, wie auch bei allen Spenderinnen und Spendern, ohne die es diesen Transport nicht gegeben hätte!

Aufgrund der unverändert dramatischen Umstände in der Ukraine haben wir auch weiterhin gesammelt. Nun wieder speziell für Tiere, die in der Not im Krisengebiet zurückgelassen wurden. Diese Spenden wurden dann dank der Ukrainisch-Griechisch-Katholischen Pfarrei München in die Krisengebiete transportiert.

Hilfe für Geflüchtete in Deutschland

Wir möchten auch den Menschen helfen, die mit ihren Tieren nach München geflüchtet sind. Flüchtlingsunterkünfte, die Geflüchtete mit Haustieren beherbergen, können sich deshalb an uns wenden, um kostenlos Tierfutter und tiermedizinische Versorgung für ihre vierbeinigen Bewohner zu erhalten.

Auch das wurde dank der riesigen Spendenbereitschaft der Menschen aus München und der Region erst möglich. Für unseren Einsatz hat uns zum Beispiel die Stiftung HUNDEhelfenHEILEN 2000 € gespendet, wofür wir uns ganz herzlich bedanken!
Für die vielen Sachspenden hatten wir ein Zelt errichtet, in welchem wir das Futter, Geschirre, Näpfe, Katzen- und Nagerstreu sowie Transportboxen sortieren und anschließend je nach Bedarf in die Unterkünfte bringen. Vor Ort können wir uns dann auch immer direkt ein Bild vom Zustand der Tiere machen. Vielen von ihnen geht es sehr schlecht und sie müssen tierärztlich versorgt und teilweise operiert werden, bis wir sie anschließend wieder ihren Besitzern übergeben können.

Aufgrund der immensen Kosten, die uns hierdurch entstehen, sind wir auch sehr froh über eine weitere großzügige Spende von Lehrer und Musiker Erik Bönisch, der in Kooperation mit der Stadt Burghausen ein Straßenmusikfest organisiert hat. Unter dem Motto „Musik für den Frieden“ wurden im März Spendengelder gesammelt, um diese dann auf verschiedene Organisationen zu verteilen, die den ukrainischen Flüchtlingen helfen. Wir bedanken uns sehr, dass dabei auch die Tiere der Flüchtlinge nicht vergessen wurden! Ganze 3.000 € gingen davon an uns. Das hilft uns, zumindest einen kleinen Teil des Aufwands zu decken.

Sonderfahrt zu Ostern

Viele Erstaufnahme-Stellen für Geflüchtete aus der Ukraine wurden aus der Not heraus in Münchner Schulen errichtet. Die ankommenden Menschen und ihre Tiere werden aber inzwischen auch auf umliegende Landkreise verteilt, sodass einige dieser Einrichtungen aufgelöst werden um den regulären Schulbetrieb wieder aufnehmen zu können. Aus diesen Auflösungen heraus, haben wir sehr viele übrig gebliebene Sachspenden für die ukrainischen Tiere erhalten, sowie eine ganze Palette Katzenfutter, welche eine Privatperson uns zu Gunsten der Kriegsopfer gespendet hat.

Mit dieser Menge an dringend benötigten Spenden, machten wir uns also auf die Suche nach einer Möglichkeit diese direkt in die Kriegsgebiete zu bringen. Dank zweier Transportunternehmer die noch über Ostern die Fahrt in die Ukraine auf sich nahmen, gelang es uns eine Hälfte an eine Pflegestelle in Uschgorod zu übergeben und die andere Hälfte an weitere Pflegestellen vor Ort zu verteilen.

In Anbetracht der Dringlichkeit war die Freude riesig.
Auch wir sind froh zu wissen, dass unsere Spenden dort angekommen sind wo sie derzeit am meisten benötigt werden und dass wir einen, wenn auch nur minimalen, Beitrag zu Gunsten der Tiere leisten konnten.

In Gedanken sind wir bei allen Betroffenen und hoffen auf ein baldiges Ende dieser katastrophalen Zustände in der Ukraine.

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