Leider kommt es im Tierheim immer wieder vor, dass Haustiere mit der Begründung „Überforderung“ abgegeben werden: Die Katze ist nicht stubenrein, der Papagei rupft sich, bis er kahl ist, das Meerschweinchen hockt depressiv in der Ecke. Neben möglichen gesundheitlichen Gründen kann das auch einfach an nicht artgerechter Haltung liegen.
Die meisten unserer Haustiere sind auf mindestens einen Artgenossen angewiesen, um ein glückliches Leben führen zu können. Hiervon ausgenommen sind eigentlich nur Hunde, die sich als Rudeltiere eng an den Menschen angeschlossen haben und Hamster, die klassische Einzelgänger sind. Alle anderen wie Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel, Chinchillas, Katzen oder Ratten brauchen mindestens ein oder manchmal auch mehrere Partnertiere. Mit ihren tierischen Kollegen lernen sie das entsprechende Sozialverhalten und können nach Herzenslust spielen, kuscheln und zanken. Kitten etwa, die zu früh von ihrer Mutter und Geschwistern getrennt werden, entwickeln meist grobe Verhaltensstörungen, die oft ein Leben lang bestehen.
Egal wie viel Zeit die BesitzerInnen mit ihren Tieren verbringen, einen Artgenossen können sie niemals ersetzen. Bitte informieren Sie sich vor der Anschaffung eines Hausgenossen entsprechend über seine Bedürfnisse. Danke!