Tokyo, ein vier Jahre alter Pitbull-Mix, kam zu Beginn des Ukraine-Konflikts schwer verletzt zusammen mit einer Gruppe Flüchtlinge nach München. In der Unterkunft fühlte sich niemand für sie verantwortlich.
Wir wurden informiert und haben sie abgeholt. Schnell war klar: Ihre Hüfte war schwer beschädigt, vermutlich durch einen Unfall oder Tritte. Für einen so speziellen Fall war das Tierheim nicht der richtige Ort, also durfte die hübsche Hündin auf einer liebevollen Pflegestelle in Südbayern einziehen.
Möglich machte das eine Sondergenehmigung für ukrainische Listenhunde. Doch Bayern kippte diese Regelung im Juli 2022 als einziges Bundesland.
Seitdem hat Tokyo drei Hüft-Operationen mit Physiotherapie durchgestanden und mühsam wieder laufen gelernt. Die letzte OP im Oktober 2024 zeigt sich aktuell erfolgreich. Ihr Implantat wurde entfernt, sie lebt nun mit einer sogenannten „schwebenden Hüfte“ und muss weiterhin langsam und kontrolliert aufgebaut werden.
Doch trotz aller Fortschritte darf sie nicht in ihrer vertrauten Pflegestelle bleiben. Die zuständige Gemeinde zeigt keine Bereitschaft, für Tokyo eine Ausnahme zu machen.
Daher suchen wir nun dringend ein neues Zuhause für unser Mädel – außerhalb Bayerns, wo sie als sogenannter Einser nicht bleiben darf. Wenn wir kein Plätzchen finden, muss sie zurück ins Tierheim.
Tokyo ist freundlich, sensibel und menschenbezogen und hat es so sehr verdient, in ein liebevolles, stabiles Zuhause zu ziehen. Mehrere bestandene Wesens- und Sozialtests bescheinigen ihr einen umgänglichen Charakter.
Wichtig: Bitte informieren Sie sich vorab über die Auflagen für Listenhunde in ihrem Bundesland, da Tokyo ein Pitbull-Mix ist und die Haltung eines solchen Hundes je nach Region bestimmten Anforderungen unterliegt.
Für weitere Informationen steht Ihnen unser 2. Vorsitzender Claus Reichinger zur Verfügung unter 0177-7 555 444.