Die Flora erwacht aus dem Winterschlaf und kündigt den Frühling an. Wie versprochen geben wir hier deshalb wieder ein Update zu unserem „Projekt Naturgarten“, bei dem sich auch schon die ersten Knospen Richtung Sonne recken.


Dazu gehören zum Beispiel: Kornelkirsche, Haselnuss, Schneeglöckchen, Christrose, Seidelbast sowie die Salweide. Die Salweide ist es auch, bei der es viele Menschen zu Dekorationszwecken auf ihre weichen "Katzerl" abgesehen haben. Doch wir dringend darum bitten, die hübschen Weidenzweige nicht abzuschneiden oder gar zu reißen - egal ob im eigenen Garten oder in der Natur! Als eine der ersten Blüten sind die Palmkätzchen die wichtigste Nahrungsquelle für die Bienen nach dem Winter.

Vom 01. März bis zum 30. September gilt zudem ein bundeseinheitliches Fäll- und Schnittverbot, um unsere Wildtiere während ihrer Reproduktionszeit zu schützen. In dieser Zeit dürfen weder Hecken, lebende Zäune, Gebüsche noch andere Gehölze geschnitten werden. Dadurch können nicht nur Vögel ungestört brüten, Insekten finden dort nektarreiche Nahrung und Baumaterial für ihre Behausungen. Auch Baumbewohner wie Eichhörnchen oder Baummarder können dann ungestört ihre Jungen aufziehen. Und am Ende ist genau das das Ziel eines Naturgartens: für Insekten und Wildtiere einen idealen Lebensraum zu schaffen.

Damit die Tiere das ganze Jahr über Nahrung finden, sollten Sie Arten pflanzen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Die bereits genannten Sträucher bieten erst den Bienen Nahrung, später sind die Früchte von Schneeball und Kornelkirsche beliebte Nahrung für Vögel. Wildrosen sind ökologisch sehr wertvoll und ziehen viele Insekten an, denn sie blühen von Ende Mai bis in den Herbst hinein und der Faulbaum zieht vor allem die wunderschönen Zitronenfalter an.

In schattigen Bereichen freuen sich Igel und Vögel über einen Unterschlupft aus Totholz und heimische Wildblumen eigenen sich zum Beispiel wunderbar, um die Nahrungslücke für Wildbienen und Käfer im Sommer zu schließen, wenn die Sträucher verblüht sind. Noch dazu sind sie schön anzusehen. Ein weiterer Vorteil einer vielfältigen Auswahl ist auch, dass mit dem Artenreichtum die Stabilität ihres kleinen Ökosystems im Garten steigt. Jedoch braucht das System seine Zeit, sich zu vernetzen. Deshalb sollten Sie Geduld haben und offen für Überraschungen sein.

Das Herzstück der Artenvielfalt ist der Teich.  Über das Anlegen und den großen Vorteil eines kleinen Gartenteichs werden wir dann als nächstes Berichten.

…Fortsetzung folgt…

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